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Wichtige Neuerungen (gemäß Anhang 1 Nummer 4 BetrSichV 2015):

1.) Im Fahrkorb muss bis spätestens 31.12.2020 ein wirksames Zweiwege-Kommunikationssystem installiert sein, über das ein Notdienst ständig erreicht werden kann.

2.) Zu jeder Aufzugsanlage ist bis spätestens 31.05.2016 ein Notfallplan anzufertigen mit folgendem Inhalt:

  • Standort der Aufzugsanlage
  • Verantwortlicher Arbeitgeber
  • Personen, die Zugang zur Anlage haben
  • Personen, die eine Befreiung Eingeschlossener vornehmen können
  • Kontaktdaten der Personen, die erste Hilfe leisten können
  • Notbefreiungsanleitung für die Aufzugsanlage

3.) Instandhaltungsmaßnahmen sind unter Berücksichtigung von Art und Intensität der Nutzung der Anlage durchzuführen.

4.) Mit Inkrafttreten der neuen Verordnung muss (gemäß § 17 BetrSichV) in der Kabine von Aufzugsanlagen eine Kennzeichnung, zum Beispiel in Form einer Prüfplakette, deutlich sichtbar und dauerhaft angebracht sein, aus der sich Monat und Jahr der nächsten wiederkehrenden Prüfung sowie der festlegenden Stelle ergibt.

Neue Betriebssicherheitsverordnung 4.1 (BetrSichV) 2015

„Wer eine Aufzugsanlage [...] betreibt, hat dafür zu sorgen, dass im Fahrkorb der Aufzugsanlage ein wirksames Zweiwege-Kommunikationssystem installiert ist, über das ein Notdienst ständig erreicht werden kann. Zu jeder Aufzugsanlage ist ein Notfallplan anzufertigen und dem Notdienst vor der Inbetriebnahme zur Verfügung zu stellen, damit dieser auf Notrufe unverzüglich angemessen reagieren und umgehend sachgerechte Hilfemaßnahmen einleiten kann. Die zur Befreiung Eingeschlossener erforderlichen Einrichtungen sind vor der Inbetriebnahme in unmittelbarer Nähe der Anlage bereitzustellen.

Quelle: BetrSichV, Abs. 4.1 Besondere Vorschriften für Aufzugsanlagen

Auswirkung auf den Notruf

Hupen, lautes Rufen und lokale Sprechanlagen sind nicht mehr ausreichend. Aufschaltungen auf Hausmeister-Handys, direkt auf Bereitschafts-Handys, oder an nur zeitweise besetzte Stellen wie Rezeptionen und Nebenstellen im Büro vor Ort sind nicht mehr zulässig. Befreier und/oder Dienstleister zur Befreiung vor Ort sind als Teil des Alarmplans und beim aufgeschalteten Notdienst zu hinterlegen.

Unterlagen

Der Errichter und ggfs. die von/über ihn beauftragen Dienstleister (Befreiungsservice) müssen im Notfallplan hinterlegt werden. Ebenso ist eine „plausible“ Notbefreiungsanleitung zu hinterlegen. Die Vollständigkeit der Unterlagen wird geprüft, was auch nach wie vor techn. Anleitungen und die EG-Konformitätserklärungen anbelangt.

(neue) Pflichten für Betreiber

  • Vor Inbetriebnahme ist in jedem Fall eine Prüfung einer zugelassenen Überwachungsstelle erforderlich.
  • Die Hauptprüfung ist für alle Aufzüge spätestens alle zwei Jahre erforderlich, und die Zwischenprüfung ist in der Mitte zwischen zwei Hauptprüfungen durchzuführen.
  • Die Inhalte der Hauptprüfung sind zukünftig erweitert (Vorhandensein einer inhaltlich plausiblen Notbefreiungsanleitung mir Prüfung der Notrufweiterleitung an eine ständig besetzte Stelle - Prüfung aller aufzugsexternen Sicherheitseinrichtungen, die für die sichere Benutzung der Aufzugsanlage erforderlich sind)
  • Für jeden Aufzug ist zukünftig ein Notfallplan mit Notbefreiungsanleitung erforderlich.
  • Im Fahrkorb ist zukünftig eine Kennzeichnung (z. B. Prüfplakette) anzubringen, die auf die nächste fällige Prüfung hinweist.
  • Instandhaltungsmaßnahmen sind in Abhängigkeit von Art und Intensität der Nutzung der Anlage durchzuführen (durch eine Aufzugsfirma).
  • Alle Prüfungen im Betrieb einer Aufzugsanlage sind von einer zugelassenen Überwachungsstelle durchzuführen.

(Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr.)

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